- Die Thalassotherapie in Burhave - Ihre Erholung im Seeklima -

 

Die Thalassotherapie wurde schon von Hippokrates in seinen Aufzeichnungen als Behandlung gegen Rückenschmerzen und Rheuma beschrieben. Doch was ist dieses Thalasso, von dem man so viel liest und hört, denn jetzt wirklich?

 

Thalasso ist eine medizinische Therapie welche das Klima und die Elemente des Meeres nutzt um Erkankungen vorzubeugen, sie zu lindern oder sie zu heilen und keinesfalls ein Wellnesstrend, sondern die zeitgemäße Anwendung uralter Traditionen. Es konnte bei ausgewählten Erkrankungen die Wirksamkeit dieser Therapieform eindeutig nachgewiesen werden. Die medizinische Thalassotherapie ist eine Kombination aus:

 

 

  • Klimatherapie im Meeresklima


  • Meerwasser als therapeutisches Mittel und


  • med. Anwendungen mit anderen Elementen des Meeres

 

 
Eine Thalassotherapie wird unter ärztlicher Betreuug in direkter Nähe zum Meer durchgeführt, zum Beispiel als Kurmaßnahme. Es kommen neben klassischen Kuranwendung insbesondere Elemente des Meeres zum Einsatz. Im Folgenden ist aufgeführt, welche Bestandteile der Thalassotherapie im Kurmittelhaus Burhave zur Anwendung kommen:

 

 

 

 

Klimatherpie


Die Klimatherapie ist ein Synnonym für das sog. Klimaexpositionsverfahren, welches auf die Bedürfnisse und die Belastbarkeit der Patienten zugeschnitten werden kann. Die Klimaexposition kann als täglicher und mehrstündiger Aufenthalt am Strandbereich gestaltet werden (Sonnen, sportliche Betätigung und Spiele) für Familien mit Kindern. Das Wandern am Strand oder im geschützten Hinterland ist attraktiv für aktive Menschen. In Butjadingen gibt es Terrainkurwege, die direkt am Meer liegen und für Anfänger bis hin zu fortgeschrittenen Wandersleuten alles bieten. Und zu guter Letzt umfaßt die Klimaexposition auch das Ruhen im Strandkorb für Menschen, die sich nach Erholung von Alltag und Krankheit sehnen.

 

 

 

 

Meerwasser


Meerwasser wird als kaltes Bad in den Sommermonaten eingesetzt und hat vorwiegend eine abhärtende Wirkung auf den Menschlichen Organismus. Des weiteren is der Salzgehalt von ca. 3 % in der Nordsee erwiesendermaßen zuträglich für Menschen mit Hauterkrankungen wie zum Beispiel Psoriasis und Neurodermitis.  Warme Meerwasserbäder werden in den Wintermonaten durchgeführt, oder wenn ein Patient nicht im Meer baden möchte oder nicht in der Nordsee baden kann. Es verbleibt die Wirkung durch den Salzgehalt, jedoch wird die thermische Wirkung nicht in der Abhärtung angesieldt, sondern in der Durchblutungsförderung der Haut und der tieferen Gewebe.

 

 

 

 

Inhalation von Meerwasser


Meerwasser kann direkt in der Brandungszone am Meer als dort vorkommendes Aerosol inhaliert werden. Praktischer ist aber das kontrollierte Inhalieren mit einem Ultraschall-zerstäuber. Mit diesem Vernebler kann die Dosis und die Zeit exakt bestimmt werden.  Der wirksamste Betandteil beim Inhalieren des Meerwasssers ist NaCl. Dieser Wirkstoff ist nachweislich wirksam bei Asthma und Bronchitis. Zusammen mit der vernebelten Flüssigkeit des Meerwassers hat die Inhalation folgende Wirkungen:


Stimmulation der Sekretion, Sekretolyse, Entzündungshemmung, Milderung des Hustenreizes, PH- und konzentrationsabhängige Änderung der Zilienschlagfrequenz, primäre Bronchokonstriktion und sekundäre Dilatation.


Durch den Slazgehalt des Meerwassers kann es bei einer Hyperreagiblen Bronchialschleimhaut (z.B. Asthma) bei und auch nach der Inhalation eine vorübergehende Minderung der Ventilationsleistung der Lunge auftreten. Danach kommt es zu einer deutlichen, über Stunden anhaltenden Zunahme der Atemkapazität mit erleichtertem Abhusten. Diese hervorragenden Eigenschaften des Meerwasseres sind beschonders gut für Menschen mit Asthma bronchiale, Bronchitis und der chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD) geeignet.

 

 

 

 

Schlickpackungen und Schlickbäder


Schlick ist ein sognantes Peloid und enthält im Falle des Nordseeschlicks Mineralsalze, Supernelemente, Vitamine und einen hohen Gehalt an Salz, sowie organische Stoffe und Muschelschalen. Schlickpackungen werden seit Jahrhunderten zur Linderung von Gelenk- und Hautproblemen eingesetzt. Dies hat sich bis heute auch nicht geändert, da die moderne Wissenschaft die Schlickanwendung faktisch stüzt.

 

Warme Schlickpackungen versprechen Linderung bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Kalte oder warme Schlickpackungen kommen auch bei chronischen Dermatosen wie Neurodermitis und Psoriasis zur Anwendung. Dort hat Meeresschlick eine juckreizlindernde Wirkung und einen adstringierenden (zusammenziehnden) Effekt. Schlick bewirkt eine rasche Rückbildung von Entzündungskomponenten betroffener Haut. Es konnte in einer Studie mit Psoriasis- und Neurodermitispatienten bei einer 2-3 mal pro Woche stattfindenen Behandlung mit Meeresschlick in 80% der Fälle über ein positives Ergebnis berichtet werden.

 

 

 

 

Heliotherapie


Heliotherapie ist die therapeutische Anwendung von Licht. Im Idealfall wird das Sonnenlicht genutzt. Ist das auf Grund des Wetters nicht möglich, kann man auch Teile des Sonnenlichts künstlich erzeugen und anwenden.


Das Sonnenlichtspektrum umfasst eine große Anzahl von Lichtstrahlen und Strahlungen, wie Gamma-, Röntgenstrahlung und Vakuum-Ultraviolett-Strahlung, welche zum Glück nur einen geringen Teil des Lichts ausmachen. Dann folgt die UV-C-Strahlung, die macht zwar 7% der Sonnenenergie aus, bleibt aber auch zum Glück in der Ozonschicht hängen. Den Löwenanteil an der Sonnenenergie haben das sog. Sichtbare Licht mit 46% und die Infrarot-Strahlung mit 47%. Dann wären noch die Mirko- und Langwellen zu nennen, welche auch mit einem sehr geringen Teil zu Buche schlagen.

 

Doch Momonet! Zwei fehlen uns noch. Richtig! Es gibt da ja noch die UV-A- und die UV-B-Strahlen. Diese beiden Strahlungsarten haben zwar auch einen ehr geringen Anteil am Sonnenlichtspektrum, sind aber für uns in der Heliotherapie von zentraler Bedeutung, weil ihre physiologischen Eigenschaften für uns Menschen nutzbar sind.  Insbesondere die UV-B-Strahlung, ohne die wir Menschen sogar krank werden.


Die Vitamin-D-Synthese des Menschen ist zu 90% durch Sonnenlicht/ UV-B-Strahlung und nur zu 10% durch Nahrungsaufnahme möglich. Durch die Verbesserung des Vitamin-D-Spiegels in Heliotherapie konnten folgende Effekte nachgewiesen werden:

 

Verbesserung von Psoriasis, Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit, Adaptation wie nach einem Ausdauertraining, Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes, Senkung des Fibrinogenspiegels, antikanzerogener Effekt, Einlagerung von Kalzium aus dem Blut in den Knochen bei Oteoporose, Stimulation der Interleukin 4-Produktion (welche die inflammatorische T-Zellen-Aktivität unterdrückt).


Zusammenfassend kann mann sagen, dass es auf die UV-B-Strahlung ankommt. Dabei ist auf keinen Fall sorglos mit der Sonne oder künstlich erzeugtem UV-Licht umzugehen.  Die Dosierung sollte nur von fachkundigen Menschen empfohlen oder durchgeführt werden. Reine UV-A-Strahler, wie sie häufig im Sonnenstudio anzutreffen sind schützen weder vor Osteoporose, noch vor Sonnenbrand und sind auf Grund ihrer hohen UV-A Dosierungen für Schäden der tieferen Haut- und Gewebeschichten verantwortlich. Dehalb sollten sie bei Fragen zum Thema Sonnenbaden den Rat Ihres Hausarztes, Badearztes (Balnelogen), Dermatologen oder speziell geschulter Klimatherapeuten einholen.

 

 

 

Falls Sie Fragen bezüglich der Thalassotherapie, ihrer Heilmittel und deren Anwendung haben, dann rufen Sie uns an, schreiben uns eine E-Mail oder einen Brief. Wir beantwroten gerne und jederzeit Ihre Anfragen.